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Autor: Bernd Aupperle

Advent, Advent, die Speiseröhre brennt! Was tun wenn GERD zu Besuch kommt?

Advent, Advent, die Speiseröhre brennt!

Gastro Esophageal Reflux Disease  (GERD)

 

Um was geht es?

Beim Gastroösophagealen Reflux (umgangssprachlich Sodbrennen) kommt es zum Rückfluss von Speisebrei und/oder Magensaft aus dem Magen in die Speiseröhre. In der Regel geschieht dies durch eine Überproduktion von Magensäure in Kombination mit einem mangelhaften Verschluss des Übergangs von der Speiseröhre in den Magen.

Wie kann das ausgelöst werden?

Hier gibt es verschiedene Einflussfaktoren. Von ganz logischen und einfachen, wie z.B. im Rahmen einer Schwangerschaft, oder von übermäßigem Alkohol- und Fettgenuss, bis hin zu schwereren Erkrankungen, wie zum Beispiel ein erschlaffter Speiseröhrenverschluss in Kombination mit einem Bruch im Bereich des Übergangs zwischen Magen und Speiseröhre.

Häufig kommt jedoch der Reflux durch viel Essen in Kombination mit viel Alkohol und plötzlicher Drucksteigerung im Magen – zum Beispiel durch Bücken o.ä. – zustande.

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Klopfen gegen Stress

Klopfen? Wieso denn das?

Was haben Specht und Mensch gemeinsam? Wenn ein Specht Hunger hat, kommt er wie jedes Lebewesen in eine Stresssituation – er muss Nahrung beschaffen um überleben zu können. Was tut er? Nun, er sucht an Baumstämmen nach Larven, Würmern etc. Wie macht er das? Durch Klopfen (Warum er dabei keine Gehirnerschütterung bekommt könnte ich vielleicht in einem anderen Artikel mal beschreiben). Wenn er was zu essen findet nimmt sein Stress ab.  Man könnte also sagen, durch das Klopfen und dem Ergebnis des Klopfens kann der Specht auf den Stress einwirken. Ich gebe zu, das Beispiel ist etwas holprig und weit hergeholt, aber für einen Anfangssatz in einem Blog ist es gut geeignet. Was hat das nun mit dem Klopfen beim Menschen zu tun?

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Der Birnenmuskel

Der Birnenmuskel – dem Übeltäter auf der Spur

Wenn ich an meine Oma denke fällt mir immer wieder ein, wie oft sie gesagt hat, dass sie Ischiasschmerzen hat – oder wie Hape Kerkelings alter Ego Horst Schlämmer sagen würde: „Isch hab Ischias!“

Diese Schmerzsymptomatik ist relativ weit verbreitet. Sie betrifft aber nicht nur ältere Menschen, sondern auch junge Sportler, oder „mittelalte“ Außendienstler, die viel im Auto sitzen.

Aber warum ist das so? Und warum tut der Ischias überhaupt weh? Diesen Fragen möchte ich kurz auf den Grund gehen.

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Schmerz

Was ist Schmerz und wie entsteht er?

 

Schmerz ist eine subjektive, sehr komplexe Sinneswahrnehmung. Schmerz ist ein Warnsignal dafür, dass eine Schädigung eingetreten ist, oder eintreten wird, falls nichts unternommen wird.

Was heißt subjektive Sinneswahrnehmung?

Jeder Mensch empfindet  Schmerz anders, als jeder andere Mensch.

Warum ist das so?

Schmerz entsteht erst im Gehirn, denn an dem Ort im Körper an dem die Schädigung auftritt – z.B. ein Bandscheibenvorfall, oder die verbrannten Finger – gibt es ausschließlich „Messfühler“ für Schaden, so genannte Nozizeptoren. Das sind Nerven, welche beim Überschreiten einer bestimmten Reizschwelle ein Signal (oder ganz viele) zum Rückenmark senden. Dort kreuzt das Signal auf die gegenüberliegende Seite des Rückenmarks und wird dann von diesen Fasern Richtung Gehirn weitergeleitet. Sprich: Schaden auf der rechten Körperseite wird im linken Gehirn verarbeitet. Die Signale erreichen das Gehirn über die Filterstation Thalamus (das Tor zum Bewusstsein). Von dort wird das Signal an die Großhirnrinde weitergeleitet und zeitgleich vom Limbischen System emotional bewertet.

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SCHLAGANFALL – EIN NOTFALL

Schlaganfall – ein Notfall !

Vielleicht kennen Sie das auch? Zwei ältere Damen unterhalten sich auf der Straße. Die Eine erkundigt sich nach einer gemeinsamen Bekannten, und wie es ihr denn gehen würde. Die Antwort: „ Die hat ein Schlägle gehabt“.

Solche Verniedlichungen von schlimmen und gefährlichen Ereignissen kommen häufig vor. Warum ist das so gefährlich? Und warum sollte man das nicht verniedlichen?

Ein Schlaganfall ist ein akut lebensbedrohlicher Notfall!

Was ist überhaupt ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist eine, in der Regel plötzlich eintretende, Unterversorgung des Gehirns (bzw. Teilen davon) mit Sauerstoff und Glucose. Diese Unterversorgung wird durch eine  Durchblutungsstörung ausgelöst. Die Durchblutungsstörung kann durch den Verschluss eines Blutgefäßes oder durch eine akute Blutung im Gehirn ausgelöst werden. Da das Gehirn relativ empfindlich auf Unterversorgung reagiert, kommt es schnell zu einem Absterben von Gehirnzellen in einem mehr oder weniger großen Gebiet. Dies passiert ca. 250 000 – 300 000 mal jedes Jahr in Deutschland.

Wie erkenne ich eine Schlaganfall (oder seine Vorboten)?

Anzeichen einer Unterversorgung des Gehirns können sein:

  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Schluckstörungen
  • Taubheitsgefühle und Lähmungen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • schlimmstenfalls Bewußtlosigkeit

Diese Symptome können kurzfristig und kurzzeitig auftreten und damit so genannte Vorboten eines Schlaganfalls sein (auch diese müssen unbedingt sofort notfallmäßig abgeklärt werden!).  Sie können aber auch über einen längeren Zeitraum andauern. Die Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten.

Ein Schlaganfall ist ein Notfall, bei dem es um jede Minute geht. Denn jede Minute, die verstreicht, bis eine adäquate ärztliche Versorgung einsetzt, kann zu bleibenden Schäden oder zum Tod führen.

Deshalb zögern Sie nicht, wenn bei Ihnen oder einem Mitmenschen die o.g. Symptome plötzlich und unerwartet auftreten. Gehen Sie sofort zum Arzt, oder rufen Sie den Rettungsdienst/Notarzt unter der Telefonnummer: 112

Die ersten 3 Stunden sind die wichtigsten!

photocredit: pixabay.com

Das Steißbein – ein unterschätzter Knochen?

Jeder Mensch hat in der Regel eines: Das Steißbein. Doch im Alltag schenken wir dem Steißbein eher wenig Beachtung. Erst wenn in diesem Bereich Probleme auftreten merken wir, wie wichtig dieser Knochen für uns ist und, dass es nicht etwa ein sinnloses, überflüssiges Überbleibsel der Evolution ist.

Das Steißbein ist das letzte Stück der Wirbelsäule. Wenn man von der Lendenwirbelsäule über das Kreuzbein weiter nach unten wandert schließt sich dort das Steißbein an. Es besteht aus vormals vier bis fünf einzelnen Wirbeln, welche jedoch knöchern verwachsen sind. Zum Kreuzbein hin hat das Steißbein eine gelenkige Verbindung. Das Bewegungsausmaß ist verhältnismäßig groß und beträgt ca. 30°! Dies ist auch der Grund, warum bei Einschränkungen der Beweglichkeit es fast immer zu Schmerzen und funktionellen Problemen kommt. Dazu später mehr. Das Steißbein wird heute als Überbleibsel eines evolutionsbedingt verschwundenen Säugetierschwanzes angesehen.

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