Der Birnenmuskel

Der Birnenmuskel – dem Übeltäter auf der Spur

Wenn ich an meine Oma denke fällt mir immer wieder ein, wie oft sie gesagt hat, dass sie Ischiasschmerzen hat – oder wie Hape Kerkelings alter Ego Horst Schlämmer sagen würde: „Isch hab Ischias!“

Diese Schmerzsymptomatik ist relativ weit verbreitet. Sie betrifft aber nicht nur ältere Menschen, sondern auch junge Sportler, oder „mittelalte“ Außendienstler, die viel im Auto sitzen.

Aber warum ist das so? Und warum tut der Ischias überhaupt weh? Diesen Fragen möchte ich kurz auf den Grund gehen.

Der Ischias ist ein ziemlich großer, dicker Nerv (ungefähr so dick, wie der Daumen „seines“ Menschen), welcher – von der Lendenwirbelsäule kommend – auf der hinteren Beinseite in Richtung Kniekehle zieht. Grob gesagt ist er für die Nervenversorgung des hinteren Oberschenkels und des gesamten Unterschenkels (dort aber mit neuen Namen) verantwortlich.

Vereinfacht gesagt kann der Nerv an verschiedenen Stellen Stress bekommen, was dann zu Schmerzen und/oder Sensibilitätsproblemen führen kann.

In erster Linie denkt man da natürlich an Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule. Dieses Bandscheibengewebe drückt dann auf die Nervenwurzeln des Ischias und macht die bekannte Symptomatik. Dies ist aber lange nicht so häufig die Ursache wie man im Allgemeinen annimmt. Aus den Erfahrungen aus meiner Praxistätigkeit kann ich sagen, dass die wenigsten Ischiasprobleme, aber auch die wenigsten Schmerzprobleme in der Lendenwirbelsäule von wirklichen Bandscheibenvorfällen ausgelöst werden. Bandscheibenvorfälle mit tatsächlichen Auswirkungen sind deutlich seltener als man denkt.

Was aber kann dann den Ischias dazu bringen, dass er schmerzt?

Nun, in seinem Verlauf gibt es noch eine weitere Situation, welche massive Probleme auslösen kann. Der Ischias muss im Bereich des Pos an  einem Muskel vorbeiziehen, welcher Musculus piriformis (Birnenmuskel) genannt wird. Seinen Namen hat er, weil er wirklich wie eine Birne aussieht. Er ist ein mittelgroßer Hüftmuskel und zieht vom Kreuzbein zum Oberschenkel.

Dieser Muskel kann zum einen, wenn er zu viel Spannung hat, selbst Schmerzen auslösen, zum anderen aber durch Spannungszunahme den Ischiasnerv ärgern. Dies führt dann zu den bekannten Schmerzen im Gesäß, im hinteren Oberschenkel, teilweise bis zu Schmerzen in der Kniekehle. Gelegentlich kommt es sogar zu Taubheitsgefühlen (Ameisenlaufen etc.).

Dies nennt man dann Piriformissyndrom. Also Syndrom des Birnenmuskels.

Was kann man beim Piriformissyndrom nun tun?

Zuerst einmal müssen die schlimmeren Erkrankungen, wie z.B. Bandscheibenvorfälle differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden. Dann kann man als Therapeut herausfinden, ob der Birnenmuskel wirklich der Übeltäter ist. Wenn dem so ist, wird der Muskel mit einfachen Maßnahmen behandelt. Weiter bekommen die Patienten ein Übungsprogramm mit nach Hause, welches sie dann täglich durchführen dürfen. Das Zeiterfordernis für dieses Programm liegt bei ca. 3-5Minuten / Tag. Das Programm sollte 2-3 Wochen lang durchgeführt werden, zumindest aber so lange, bis die Symptome verschwunden sind.

 

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photocredit: pixabay

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