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Psychosomatik

Der Zauberberg, oder ein paar Sätze über die Psychosomatik

Der Zauberberg von Thomas Mann

In dem Roman Der Zauberberg von Thomas Mann geht es um den jungen Hans Castorp, welcher sich über mehrere Jahre in einem Sanatorium in den Schweizer Alpen aufhält. Dort werden Lungenpatienten behandelt – in erster Linie Patienten mit Tuberkulose (TBC).

TBC  ist eine bakterielle Infektionskrankheit, welche am häufigsten die Lunge befällt.

Was hat der Zauberberg nun mit Psychosomatik zu tun?

In einer Passage des Buches unterhält sich die Hauptfigur Hans Castrop mit Joachim, einem anderen Patienten, über das Fiebermessen. Es fällt die Aussage:“Alle, die Besuch bekommen, haben Erhöhung (Anmerkung: also Fiebererhöhung).“

Reicht also alleine die Ankündigung von Besuch aus, dass Patienten mit einer Infektionskrankheit eine höhere Körpertemperatur bekommen? Oder – mal weiter gedacht – könnte Freude, oder auch Stress, eine Infektion begünstigen, wie dies z.B. bei „psychogenen“ Halsentzündungen der Fall ist?

Denken wir mal kurz über den Pawlowschen Reflex nach. Was ist damit gemeint? Einfach gesagt konditionierte Pawlow  seine Hunde so, dass jedes mal wenn es Futter gab gleichzeitig eine Glocke läutetet. Die Hunde merkten sich den Zusammenhang und alleine durch das Läuten der Glocke konnte später eine Erhöhung der Speichel – und/oder Magensaftproduktion (je nach Qelle) bemerkt werden.

Kann so etwas auch mit dem Immunsystem geschehen? Grundsätzlich: Ja!

In den Siebziger Jahren wurde hierzu der entscheidende Versuch gemacht. Sehr vereinfacht dargestellt spritzte man Ratten etwas ins Blut, was eine Immunreaktion auslöste. Diese Antwort wurde gemessen. In einer Kontrollgruppe wurde die Antwort bei Ratten gemessen, welche ein Medikament zur Untredrückung der Antwort bekommen hatten.  In der Kontrollgruppe fiel selbstverständlich die Antwort gedämpfter aus. So weit so gut.

In einem weiteren Versuch wurden den Ratten, welche das Medikament bekamen, gleichzeitig noch ein Süßstoff verabreicht (Konditionierung).

In der Folge konnte nachgewiesen werden, dass bei diesen konditionierten Ratten, schon die alleinige Gabe des Süßstoffes (also ohne Medikament) zu einer Unterdrückung der Immunantwort geführt hatte. Sprich: das Immunsystem ließ sich durch Konditionierung eines Reizes (süß) und die darauffolgende Auslösung des Reizes (süß) beeinflussen.

Was bedeutet das für unseren Alltag?

Immunschwäche, aber auch Immunkräftigung kann durch Konditionierung erlernt werden (Es ist keine Einbahnstraße!) Stress, welcher eine direkte Auswirkung auf das Immunsystem hat (über Nebennierenhormone) , aber auch Depressionen , können das Immunsystem negativ konditionieren. Bei einem erneuten Reiz kann das Immunsystem seine Aufgabe nicht richtig erfüllen – es kann zu einer Infektion kommen, oder es können bestehende Symptome verstärkt  (siehe die Patienten auf dem Zauberberg), oder sogar unabhängig von einer Erkrankung überhaupt erst ausgelöst werden. Aber dies ist keine Einbahnstraße! Das Immunsystem kann auch positiv konditioniert werden. Dies ist z.B. bei einer systemischen Hypnotherapie der Fall, oder bei einfachem positivem Denken oder Meditation https://berndaupperle.de/blog/meditation-und-neuroplastizitaet/

Dies kann man doch Nutzen, oder?

photocredit:pixabay

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