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Schlaganfall nach Frisörbesuch – was ist denn da passiert?

Schlaganfall nach Frisörbesuch

Was ist denn da passiert? Zuerst klingt diese Meldung auf einer Online – Plattform sehr merkwürdig: Ein 45-jähriger kollabiert, zwei Tage nach dem er beim Frisör war, mit Schlaganfallsymptomen während einer beruflichen Besprechung.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Gehen wir mal davon aus, dass die Meldung stimmt (Das kann man ja heute nicht immer mit Sicherheit sagen!).  Wie sich herausgestellt hat, war der 45-jährige beim Frisör und hat sich dort, bevor ihm die Haare geschnitten wurden, seine selbigen waschem lassen. Das kennen Sie bestimmt auch: man sitzt dort in einem Stuhl, nimmt den Kopf in den Nacken und drückt den Hals gegen die abgerundete Kante des Waschbeckens. Es kann nun passieren – und dies hier ist anscheinend nicht der erste Fall – dass durch das Nachhintenlehnen und gleichzeitige Drücken mit der Halswirbelsäule (HWS) gegen die Kante des Waschtisches es zu einer Überlastung und Traumatisierung von bestimmten Blutgefäßen an der Halswirbelsäule kommt.

Die Arteria vertebralis versorgt die hinteren Anteile des Gehirns

Die HWS hat sieben Wirbelkörper. Durch die Querfortsätze der Wirbelkörper 1-6 (aber nicht 7!) zieht beiderseits eine Arterie, welche zum Gehirn führt. Diese Arterie nenn sich Arteria vertebralis. Sie versorgt unter anderem den Hirnstamm und das Kleinhirn. Diese Arterie kann bei manchen Menschen vorgeschädigt sein (Achtung bei Manipulationen an der HWS).

Eine solche vorgeschädigte Arterie kann nun – das ist zwar selten, kommt aber wohl immer wieder vor – durch Druck auf die HWS, und Einengung durch ein Nachhintenführen des Kopfes, geschädigt werden. In der Folge kann sich dort ein Blutgerinnsel bilden, welches sich dann im ungünstigen Fall löst und in Richtung Gehirn wandert. Dort werden die Verzweigungen immer kleiner – das Gerinnsel bleibt stecken, es kommt zum Schlaganfall.

So muss es auch bei dem o.g. 45-jährigen gewesen sein. In der Folge verbrachte er Monate im Krankenhaus und verklagte seinen Frisör auf Schadenersatz. Das Gericht sprach ihm 150 000 € zu. Über dieses Urteil kann man natürlich trefflich streiten………….

Da bin ich doch froh, dass ich mir die Haare immer selbst rasiere – im Stehen vor dem Spiegel, ohne Druck auf die HWS.

 

photocredit: pixabay

 

 

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