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Karpaltunnelsyndrom (CST) – Konservativ oder Chirurgisch behandeln?

Der Karpaltunnel ist eine tunnelartige Konstruktion welche durch Knochen und Bindegewebe seine Form erhält. Er liegt an der Handinnenseite des Handgelenks. Der „Boden“ dieses Tunnels wird von Handwurzelknochen gebildet. Das „Dach“ wird von einer dicken, relativ festen bindegewebigen Struktur gebildet. Durch den Tunnel ziehen Beugesehnen und ein wichtiger Nerv für die Hand: Der Nervus medianus.

Die Strukturen sollten sich in diesem Tunnel relativ frei und ungehindert bewegen können. Durch verschiedene Umstände kann es jedoch sein, dass der Platz im Tunnel zu eng wird. Dies kann z.B. im Rahmen von Entzündungsreaktionen durch Überlastung entstehen.

In der Regel kommt es dann zu einer, mehr oder weniger stark ausgeprägten, Schädigung des Nervus medianus. Dis Symptome können Schmerzen (in der Regel nachts stärker), Missempfindungen und Taubheitsgefühle sein. Wenn keine Therapie erfolgt kann es sogar zu einer Rückbildung der Daumenballenmuskulatur führen.

Durch verschiedene Tests und durch Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit beim Neurologen, kann die Diagnose CST – Syndrom gefestigt werden. Miene Erfahrungen zeigen jedoch, dass häufig die Diagnose CST-Syndrom eher eine Verdachtsdiagnose ist.

Wie sieht die Therapie aus?

Man unterscheidet hier die konservative von der chirurgischen Therapie. Bei der konservativen Therapie wird das Handgelenk mit einer Schiene ruhiggestellt. Zusätzlich wird mit Manueller Therapie, Krankengymnastik, oder osteopathisch behandelt. Ziel sollte es sein, dass die Strukturen im Tunnel zur Ruhe kommen (Abschweelen)  und, dass die Beweglichkeit der Strukturen verbessert wird.

Die chirurgische Therapie besteht in der Regel aus einer Spaltung des bindegewebigen „Daches“ des Tunnels – dadurch nimmt men den mechanischen Druck weg.

Aktuelle Studie

In einer aktuellen Studie an 100 Frauen mit CST-Syndrom an der  Universidad Rey Juan Carlos, Alcorcón in Spanien, stellten die Wissenschaftler nach drei, sechs und zwölf Monaten keinen signifikanten Unterschied im Ergebnis der Behandlungen fest. Eine Gruppe wurde konservativ, die andere chirurgisch behandelt. Dies deckt sich auch mit meinen Praxiserfahrungen.

Da ich kein Chirurg bin, bin ich vielleicht etwas voreingenommen, aber ich bin auch der Meinung: Jedes CST-Syndrom sollte zuerst einmal konservativ behandelt werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass es sich bei einem diagnostizierten CST-Syndrom oftmals gar nicht um dieses handelt.

Wichtig ist jedoch, dass die Therapie frühestmöglich beginnt. Denn dann kann sich auch der Heilungserfolg relativ schnell einstellen. Sie haben Fragen zum Karpaltunnelsyndrom? Dann setzen Sie sich doch mit mir in Verbindung: kontakt@berndaupperle.de

 

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